Studium beendet – Wertvolles Humankapital schützen

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Welchen Finanztipp habe ich für mein 18-Jähriges Ich?

Studium beendet

Vor kurzem wurde ich gefragt, was ich meinem 18-Jährigen gerne finanziell mitteilen würde. Ich überlegte lange, denn ich habe schon früh angefangen meine finanzielle Unabhängig aufzubauen. Schon direkt nachdem ich das Studium beendet habe. Ich war quasi die Musterschülerin der finanziellen Freiheit. Doch gab es eine Sache, die ich gerne früher gemacht hätte. Diese eine Sache, die mir niemand geraten hat. Ohne die aber jeder finanzieller Plan aussichtslos ist.

„Ich hätte gerne früher mein Humankapital abgesichert“

Ich erkläre Ihnen dies an einem Beispiel.
Sabine (33 Jahre) hat ihr Studium erfolgreich beendet und ist seit 3 Jahren im Berufsleben. Sie hat 42 Jahre, bis sie in Rente geht. Ihr Gehalt liegt aktuell bei 30.000 € Brutto im Jahr. Würde sie dieses Gehalt bis zur Rente beibehalten, hätte sie im ganzen Leben c.a. 1 Million Euro verdient (wir vereinfachen hier und gleichen Gehaltssteigerungen zu 1:1 mit der Inflation aus). Finanziell ist Sabines komplettes Arbeitseinkommen (abzüglich der Inflation) ihr Humankapital.

Sie sind erstaunt über diesen hohen Betrag? Das Humankapital von Sabine, die gerade ihr Studium beendet hat, macht 90 Prozent ihres Gesamtvermögens aus. Selbst für jemand, der Mitte 50 ist, ist sein Humankapital immer noch sein größtes Vermögen. Dieses sollten wir immer in unsere Vermögenskalkulation einbeziehen.

Humankapital wird definiert als Leistungspotential von Arbeitskräften, das diese durch Ausbildung und Qualifikationen erhalten haben. Je näher Sabine der Rente kommt, desto niedriger wird dieser Wert. Doch welche Möglichkeiten hat Sabine nun?

Studium beendet und es bleibt alles so wie es ist?

 

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Am Wahrscheinlichsten? Weder Sabine noch Sie, lieber Leser, tun überhaupt etwas. Sie glauben, es betrifft Sie nicht? Nur Handwerker und Co haben die Wahrscheinlichkeit berufsunfähig zu werden? Sie denken, Sie sind sicher, weil Sie den ganzen Tag auf Ihrem Stühlchen vor dem Computer sitzen, nachdem Sie Ihr Studium beendet haben?

Weit gefehlt. Wenn Sie gerade überlegen, wie fit Sie doch sind und dass, Sie das alles gar nicht brauchen, kann ich Ihnen nur eins sagen: Nur weil es bis jetzt so gut lief, heißt das nicht, dass es in Zukunft auch so gut laufen wird.

Der Verband der deutschen Rentenversicherungsträger (VDR) hat Folgendes herausgefunden: Durchschnittlich jeder vierte Arbeitnehmer scheidet vorzeitig aus dem Berufsleben aus. Grund ist die Gesundheit. 51 Prozent der Befragten fühlten sich zudem nicht ausreichend abgesichert.

Doch was ist der Grund für das Ausscheiden aus dem Berufsleben? Dies sind seit Jahren hauptsächlich psychische Störungen. Dieses Krankheitsbild war im Jahr 2021 die Hauptursache für den Bezug von Erwerbsminderungsrente (c.a. 40 Prozent).

Wir reden hier unter anderem von Burn-out, Depressionen und Suchterkrankungen. Dies sind Krankheiten, die wir oft irgendwo in unserer Familie haben. Machen Sie sich also als erstes klar, dass Sie prädestiniert sind für solche Krankheiten. Sie arbeiten hauptsächlich mit dem Verstand nachdem Sie Ihr Studium beendet haben. Stimmt mit dem etwas nicht mehr, ist es früher aus mit Ihrer akademischen Karriere, als Sie „Berufsunfähigkeit“ sagen können.

Stellen Sie sich ferner vor, Sabine verliert ihren Job durch ihre Krankheit. Als ob die fehlende Perspektive nicht schon genug ist, ist sie ihrem Partner/Ehegatten auch noch finanziell eine Last. Viel Geld geht für Pflege und Co. drauf. Rücklagen können nicht mehr gebildet werden. Sie wird wohl oder übel ihren Lebensstandard senken müssen.

Aber sichert mich der Staat nicht ab?

 

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Hier befindet sich die größte Falle, vor allem für frisch gebackene Absolventen, die gerade Ihr Studium beendet haben. Gerade Berufsanfänger nach dem Studium haben in den ersten Jahren nur unzureichenden Schutz.

Sollten Sie berufsunfähig werden, erhalten unter Umständen Erwerbsminderungsrente als Ersatz für Ihren Verdienst im Angestelltenverhältnis. Zuständig ist die Deutsche Rentenversicherung (RV).

Anspruch besteht allerdings nur, falls Sie:

• Auf mindestens fünf Jahre Beitragszeit kommen
• Mindestens 3 Jahre Pflichtbeiträge gezahlt haben

Da die meisten Absolventen beim Berufsstart diese Jahre kaum zusammenkriegen, sind Sie somit GAR NICHT abgesichert.

Stellen Sie sich außerdem vor, Sie müssten den ganzen Tag auf einen Knopf drücken. Hätten Sie Spaß daran? Nein? MÜSSTEN Sie eventuell aber. Sind Sie mindestens 3 Stunden am Tag erwerbsfähig, kann hier abstrakt (auf irgendeine Tätigkeit) verwiesen werden.

Nehmen wir an, Sie sind Ingenieur oder Anwalt. Können Sie nicht mehr in diesem Job, aber noch im Callcenter arbeiten, haben Sie keinen Anspruch auf Erwerbsminderungsrente. Ihre akademische Vorausbildung und bisherige Tätig­keit spielt keine Rolle. Sie haben Ihr Studium komplett umsonst beendet.

Das Lustigste hierbei? 42 Prozent der Erwerbsminderungsanträge wurden 2020 abgelehnt. Sie müssen also für das bisschen Geld auch noch stark betteln. Sabine wäre also nah dem finanziellen Untergang, wenn sie einfach gar nichts tun würde. Doch welche anderen Möglichkeiten bleiben ihr?

Schützen Sie Ihr Humankapital

 

Studium beendetWenn Sie Ihre Vorsorgestrategie planen, denken Sie also nicht ausschließlich an Hausbau und Absicherung des Alters. Die beste Strategie nützt nichts, wenn unvorhersehbare Ereignisse Ihren Weg kreuzen. Krankheit und Unfälle sind möglich. Und nur weil Sie solche Themen ignorieren, heißt es nicht, dass diese nie eintreten. Damit Sie nicht wie Sabine eine finanzielle Last für andere sind, brauchen Sie eine Absicherung Ihres Lebensstandards.

Vermögensaufbau bedeutet, dass sie Geld zur Seite legen müssen. Das können Sie nur mit laufendem Einkommen. Schützen Sie also Ihr Einkommen und Ihr Humankapital. Dies können Sie mithilfe einer Berufsunfähigkeitsversicherung.

Wir reden hier von einer Versicherung. Hier wird das Risiko versichert, dass Sie eines Tages Ihren Beruf nicht mehr ausführen können, nicht mehr und nicht weniger.

Studium beendet – schützen Sie Ihr wichtigstes Gut

Studium beendetDenn einen großen Vorteil gegenüber der Erwerbsminderungsrente hat die Berufsunfähigkeitsversicherung. Erinnern Sie sich an Sabines neuen Job? Die musste den ganzen Tag einen Schalter drücken, weil jeder Job zumutbar ist. Dies können Sie bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung „ausschließen“ (Verzicht auf abstrakte Verweisung).

Und unter uns? Bei 1 Million Euro Humankapital haben wir lediglich von einem Bruttoeinkommen von 30.000 € pro Jahr gesprochen. Die Höhe der Erwerbsminderungsrente orientiert sich jedoch lediglich an der Höhe des Einkommens der letzten Jahre vor Eintritt der Berufsunfähigkeit.

Wollen Sie in Zukunft mehr verdienen? Dann müssen Sie sich umso höher absichern. Je höher unser Einkommen, desto höher ist auch die Lücke später bei Berufsunfähigkeit. Erhöhungen der monatlichen Auszahlungen sind zudem alleinig bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung möglich.

Erhöhen Sie nebenbei immer Ihr Humankapital

Wir Akademiker haben schon instinktiv etwas sehr Wertvolles für unser Humankapital getan. Wir erhöhten dies weil wir unser Studium erfolgreich beendet haben. Denn mit einem akademischen Abschluss gehen auch immer höhere Gehälter einher. Experten raten sogar unser Humankapital, als eigene Anlageklasse zu wählen. Heißt, wir investieren nicht nur in Immobilien oder Aktien, sondern auch in uns selbst. Wir investieren in unsere Persönlichkeitsentwicklung. So ist die Chance groß, bei Berufsunfähigkeit auf passives Einkommen zurückzugreifen.

Dies können Sie mit folgenden Mitteln tun

• Weitere Qualifikation
• Job wechseln
• Räumliche Flexibilität im Job
• Verhandlungsskills bei der Gehaltsverhandlung
• Netzwerke aufbauen und pflegen
• Selbstständig werden

Könnte ich also meinem 18-jährigem Ich einen finanziellen Rat geben, wäre es der: Noch vor dem Berufsstart – bereits als Schüler oder Student – eine Be­rufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung abzuschließen. Dies mag unbeliebt in dem Alter klingen. Auf lange Sicht aber kann es sich positiv auswirken. Denn je jünger und gesünder ein Mensch ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser eine erhält. Auch sind die Monatsbeiträge im jungen Alter oft geringer.

Lesen Sie im Blog-Beitrag Geld für Studenten – 9 Finanzfehler welche Finanzfehler ich meinem 18-Jährigen ich noch gerne erspart hätte.

Quellen

Statista Berufsunfähigkeit

( zuletzt geöffnet am 26.03.2022 um 12:03)

https://www.finanzfluss.de/rechner/humankapital-berechnen/

( zuletzt geöffnet am 26.03.2022 um 12:03)

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Allgemeine-Informationen/Rentenarten-und-Leistungen/Erwerbsminderungsrente/erwerbsminderungsrente_node.html ( zuletzt geöffnet am 26.03.2022 um 12:03)

5 Kommentare zu „Studium beendet – Wertvolles Humankapital schützen“

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