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Erfolgsrezepte - Über die Interviewreihe

Akademiker Fibel stellt finanziell erfolgreichen Akademikern die gleichen 9 Fragen zum Thema Finanzen. 

So können Sie die Erfolgsrezepte easy nachkochen, denn diese stammen von Menschen, die nicht nur den gleichen Background haben, sondern auch schon den Weg gegangen sind, den Sie noch vor sich haben

Erfolgsrezepte

Profil Interviewpartner

Celine Nadolny ist die meistausgezeichnete Finanzbloggerin und erfolgreichste Sachbuchkritikerin Deutschlands. Ihre Erfahrung teilt Sie in ihrem Blog Book of Finance.

Sie ist eine begeisterte Büchereule, preisgekrönte Finanzbloggerin und Wirtschaftsstudentin mit einer klaren Mission:

„Ich möchte so viele Frauen und Männer wie nur möglich dazu inspirieren, mehr zu lesen, ihre Finanzen in die Hand zu nehmen und ein erfüllteres Leben zu führen.“

Interview Celine

Was war Ihre erste prägende Erfahrung mit Geld?

Mein erster prägender Moment war mein allererster Nebenjob mit 13 Jahren. Damals habe ich in einem Sonnenstudio für 3,50 EUR Sonnenbänke geputzt. Meinen Eltern war früh wichtig, dass wir Geschwister lernen, dass Geld nicht vom Himmel fällt. Das habe ich dort definitiv gelernt. Und als ich nach einem Monat meine ersten knapp über 100 EUR verdient hatte, war ich unglaublich stolz. Es hat mir am Ende sogar Spaß gemacht und bis heute bin ich mir nicht zu schade, richtig hart für mein Geld zu arbeiten.

Was war Ihr Aha Moment, der aufzeigte, dass es an der Zeit ist sich um die Finanzen zu kümmern?

Definitiv mein erstes Finanzbuch mit 16 Jahren. Damals habe ich während eines Praktikums „Rich Dad Poor Dad“ von Robert Kiyosaki geschenkt bekommen. Mein erstes Sachbuch und auch das erste Buch mit einem Finanztopic. Das Buch hat wirklich alles bei mir verändert. Denn ich habe verstanden, dass wir uns alle irgendwann dem Thema Finanzen stellen müssen, ob wir wollen oder nicht und je länger wir es aufschieben, umso unschöner kommt es auf uns eines Tages zurück.

Es hat mir aber so viele spannende neue Begrifflichkeiten näher gebracht wie „Finanzielle Freiheit“. Die Fragen in meinem Kopf sprudelten nach diesem Buch nur so und ich hörte bis heute nicht mehr auf, ähnliche Werke zu verschlingen. Damals hatte es auch dazu geführt, dass ich kurze Zeit später meine ersten Aktien gekauft habe.

Welches(n) Buch/Blog sollte jeder gelesen haben, der finanziell unabhängig werden möchten?

Jeder in der Finanzbranche sollte meiner Meinung nach unbedingt „Souverän Investieren“ von Gerd Kommer gelesen haben. Kein Buch kombiniert hochwertiges und wissenschaftlich fundiertes Finanzwissen mit definitiv berechtigter Kritik an der Branche besser als dieses.

Einen speziellen Blog kann ich nicht hervorheben. Es gibt eine ganze Reihe spannender Formate, aber die Inhalte findet man in der Regel auch deutlich intensiver aufbereitet in guten Sachbüchern. „Die Gesetze der Gewinner“ von Bodo Schäfer wäre aber vielleicht eine passende Mindset Ergänzung zu Gerd Kommer. Für mich ist niemand besser beim Mindset als Bodo Schäfer und im Bereich Finanzen als Gerd Kommer.

Wer ist Ihr Finanzvorbild und warum?

Ich habe eine ganze Reihe von Vorbildern. Eine Vielzahl davon sind die Autoren meiner Bücher, aber auch im privaten Umfeld habe ich einige Menschen, zu denen ich in bestimmten Bereichen immer wieder aufschaue und mir Impulse hole.

Nicht jeder weiß, dass er mein Vorbild ist, aber das ist auch nicht wichtig. Am Ende ist niemand von uns perfekt oder identisch und deswegen ist es für mich auch unvorstellbar, nur ein einziges Vorbild zu haben oder mich nur an einem einzigen Menschen zu orientieren. 

Stattdessen verändern sich meine Vorbilder je nach Lebenslage und Herausforderungen. Und dennoch treten auch völlig unverhofft immer wieder unzählige Alltagsvorbilder in mein Leben. Wenn auch nur für einen kurzen Moment. Man muss nur aufmerksam sein.

Wie sieht Ihr Leben aus, wenn Sie finanziell unabhängig sind?

Interessanterweise wird sich wahrscheinlich gar nicht so viel verändern. Denn ich liebe, was ich tue und viele definieren doch exakt so ihr Leben in der finanziellen Freiheit. Eben ein Leben, in dem man seine Zeit nur noch mit den Dingen verbringt, die einem wirklich wichtig sind.

Gar nichts zu tun, ist für mich keine Option. Ich könnte niemals nur Cocktails am Strand schlürfen. Vielmehr möchte ich mit meiner kurzen Zeit auf Erden etwas bewegen, Menschen helfen und so viel Liebe schenken wie es nur geht.

Wahrscheinlich wird sich der zeitliche Anteil nochmals verschieben, wenn ich finanziell frei bin, aber der Fokus wird derselbe bleiben. Innerlich hoffe ich aber auf nochmal mehr Freiheits- und Unbeschwertheitsgefühl.

Nennen Sie einen positiven Finanz-Glaubenssatz, den Sie leben.

Gib und dir wird gegeben.

Vielleicht erschließt sich nicht jedem, weshalb ich das als Finanz-Glaubenssatz bezeichnen würde. Aber es ist eben exakt das Lebensmotto, nach dem ich lebe und das Erfolgsrezept meines Projektes.

Wer aufrichtig gibt, wird dafür früher oder später auch reichlich belohnt werden. Wer Geben zur Tugend macht und im Moment des Gebens nicht bereits auf das Empfangen schielt, wird glücklicher, freier und erfüllter leben. Davon bin ich überzeugt.

Auf welchen Luxus würden Sie ungern verzichten?

Auf meine Reisen. Zum einen, weil ich ein unglaublich neugieriger Mensch bin – was hätte man auch anderes erwartet – und gerne so viel wie möglich von dieser Welt entdecken würde. Unser Planet hält so viele Wunder für uns bereit, wir müssen uns nur auf die Suche machen und die Augen offenhalten. Für viele brauchen wir nicht einmal weit reisen, denn sie liegen buchstäblich vor unserer Tür.

Dennoch geben mir vor allem die Reisen in ferne Kulturen unglaublich viel für meine persönliche Entwicklung. Neben dem Lesen von Bücher hat mir das in den letzten Jahr am meisten geholfen, mehr und mehr Dankbarkeit zu entwickeln, meine Lebensziele auszuformulieren und verstehen zu lernen, wer ich bin. So verrückt es klingt, aber ich bin davon überzeugt, dass der Blick nach außen uns häufig mehr über unser Innen sagt als wir gemeinhin vermuten würden.

Was ist Ihr persönlich größtes Erfolgsrezept im Bezug auf Finanzen?

Wissenschaft. So könnte man es eigentlich stehen lassen. Bei all meinen finanziellen Entscheidungen versuche ich mich an wissenschaftlichen Erkenntnissen und objektiven Kriterien zu orientieren. Was irgendein vermeintlicher Experte oder Blogger meint in seinem Kaffeesatz gelesen zu haben interessiert mich herzlich wenig. Auch die Portfolios erfolgreicher Menschen sind zweifelsohne kein Qualitätskriterium.

Ich versuche von den Besten zu lernen und zu ergründen, wie sie zu ihren Überzeugungen gelangt sind. Nur, weil XY etwas sagt, glaube ich das noch lange nicht. Aber wenn es dafür eben wissenschaftliche Belege gibt, die auch im akademischen Diskurs standhalten und keine halb-garen Backtests von Pseudo-Wissenschaftlern sind, schaue ich es mir genauer an.

Gott sei Dank gibt es bereits einige Autoren, die uns diese Arbeit vorweggenommen haben und deren primäres Interesse eben nicht darin besteht, besonders viele Bücher zu verkaufen, die Leser zu Abonnenten ihres Börsenbriefes oder Kunden für ihre Onlinekurse und Seminare zu machen.

Darüber hinaus lege ich großen Wert auf die Berücksichtigung von Opportunitätskosten. Deswegen sind meine Strategien schlank und zeiteffizient. Emotionen haben an der Börse nichts verloren und mit Geld spielt man nicht. Erst recht nicht, wenn man dafür hart arbeiten musste.

Was möchten Sie den Lesern noch mit auf den Weg geben?

Achtet unglaublich sorgfältig darauf, wem ihr euer Vertrauen schenkt und bildet euch stetig weiter. Mein Prof pflegte immer zu sagen:

„Jeden Morgen, an dem ihr aufsteht, wartet nur jemand darauf, euch zu verarschen.“

Und leider hat er damit absolut Recht.

Was uns davor schützen kann ist eine gesunde Portion Skepsis und Bildung. Wer beispielsweise die 3-5 wichtigsten Finanzbücher gelesen hat, wird in seinem Leben definitiv nicht mehr so leicht Opfer der Finanzbranche, in der immer noch deutlich zu viele Leute auf allen Ebenen aktiv sind, die ihre Werte für Geld allzu gerne an der Garderobe abgeben.

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