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Lass mich schonungslos ehrlich sein:
Beim Gesellschaftspiel Risiko hört die Freundschaft auf.
Und genau das habe ich letztes Wochenende wieder erlebt.
Ich war bei meinem Bruder und seiner Familie zu Besuch.
Wie immer stand der Samstagabend unter einem klaren Motto: Gesellschaftsspiele, Lachen und ein bisschen gesunder Ehrgeiz.
Eine kleine Tradition, die in der Corona-Zeit entstanden ist und die uns bis heute zusammenschweißt.
Dieses Mal fiel die Wahl auf Risiko.
Mein Bruder, seine zehnjährige Tochter und ich.
Ich sagte zu ihm:
„Bau schon mal auf, wir gehen noch schnell mit dem Hund raus.“
Also zogen seine Tochter und ich los, durch das herbstliche Viertel.
Die Luft war kühl und roch nach Kaminrauch, das Laub klebte feucht auf dem Asphalt.
Sie hüpfte von einer Pfütze zur nächsten, bückte sich immer wieder, drehte jedes Blatt in der Hand und grinste, wenn eins besonders golden schimmerte.
„Das ist das schönste bis jetzt!“, rief sie, stolz wie eine kleine Sammlerin auf Schatzsuche.
Oben angekommen, stürmte sie direkt zum Esstisch, zog ihr Bastelheft hervor und begann, die Blätter sorgfältig einzukleben, eins nach dem anderen, als wollte sie den Herbst festhalten. 🍁🍂
Währenddessen breitete mein Bruder das Spielfeld aus: bunte Armeen, Würfel, Karten.
Das Schlachtfeld war vorbereitet.
Dann ging es los: Risiko.
Das Strategiespiel, das Egos herausfordert, Allianzen testet und manchmal Familien spaltet.
Mein Bruder und ich waren sofort im Tunnel.
Wir planten, verhandelten, provozierten.
Jeder Zug wurde kommentiert, jede Entscheidung analysiert.
„Ich zerstöre dich gleich!“ – „Na warte, ich komme zurück!“
Es war laut, energiegeladen, fast schon sportlich.
Und während wir uns gegenseitig hochschaukelten, saß seine Tochter ganz ruhig da.
Sie sprach kaum.
Schob ihre kleinen Armeen leise über das Spielfeld.
Klebte ab und zu noch ein Blatt in ihr Heft.
Ihr Blick war ruhig, konzentriert, fast stoisch.
Bis plötzlich mein Bruder innehielt. 🤯
Sein Blick wanderte über das Brett.
Dann sagte er langsam:
„Moment mal… wenn sie jetzt hier angreift… besitzt sie zwei Kontinente!“
Ein Moment Stille.
Dann grinste sie. 😏
Ein letzter Zug – zack – gewonnen.
Während wir noch redeten, hatte sie einfach gemacht.
Die Moral von der Geschichte:
Sprich nicht darüber, bis du gewonnen hast.
Während wir laut strategisierten, analysierten und überlegten, hat sie einfach gehandelt – konzentriert, ruhig, ohne Show.
Sie wusste, was sie wollte.
Sie hatte ihr Ziel klar vor Augen. 🤌
Und sie hat es erreicht – ohne ein einziges großes Wort.
Das Learning:
In einer Welt, in der jeder über seine Ziele redet – über Visionen, Hustle, Erfolg, „Next Level“ – ist wahre Stärke oft leise.
Die, die wirklich gewinnen, reden nicht viel.
Sie bauen.
Sie konzentrieren sich.
Sie machen.
Und wenn der Moment gekommen ist, zeigen sie es – nicht mit Worten, sondern mit Ergebnissen.
Erfolg liebt Stille.
Lass dein Ergebnis für dich sprechen.
Bleib ruhig, während andere noch Strategien erklären.
Kleb deine Herbstblätter – während andere noch über ihre Züge diskutieren.
Deine Alexia von Akademiker Fibel
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