Interview Hanna
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Erfolgsrezepte - Über die Interviewreihe

Akademiker Fibel stellt finanziell erfolgreichen Akademikern die gleichen 9 Fragen zum Thema Finanzen. 

So können Sie die Erfolgsrezepte easy nachkochen, denn diese stammen von Menschen, die nicht nur den gleichen Background haben, sondern auch schon den Weg gegangen sind, den Sie noch vor sich haben

Erfolgsrezepte

Profil Interviewpartner

Ich bin Hanna, Finanz-Bloggerin und arbeite hauptberuflich in der Strategieentwicklung in einem Industrieunternehmen.

Neben Finanzen bin ich für alles im Zusammenhang mit Sport, aktiven Erlebnissen und Nachhaltigkeits-Themen leicht zu begeistern.

Auf meinem Blog Dein Finanz-Magazin möchte ich Themen rund um persönliche Finanzen verständlich aufbereiten und so andere Frauen motivieren, sich stärker mit Geldanlage, Sparen, Vermögensaufbau etc. auseinanderzusetzen, da hierfür oft Hürden bestehen.

Hanna dein Finanzmagazin

Was war Ihre erste prägende Erfahrung mit Geld?

In meiner Kindheit hatte ich kein markantes Erlebnis mit Geld – ich bekam Taschengeld und gab davon auch einen guten Teil aus. Nie aber alles, um mir selbst nicht die Möglichkeit zu nehmen, etwas kaufen zu können. Erst als ich mit 18 von zu Hause auszog musste ich mich auf einen Schlag damit beschäftigen, wie viel Geld mein Leben pro Monat kosten konnte und wie ich mein Geld dabei aufteilte.

 Ich war am Anfang sehr vorsichtig und führte sogar eine Liste mit all meinen Ausgaben, analog zu einem Haushaltsbuch. Doch meine Begeisterung für das genaue Dokumentieren legte sich mit der Zeit und nach einigen Monaten hatte man im Gefühl, was man sich leisten kann und was eher nicht. Eine solche Liste ist dennoch ein sinnvolles Mittel, um den Überblick über die eigene finanzielle Situation zu bekommen.

Was war Ihr Aha Moment, der aufzeigte, dass es an der Zeit ist sich um die Finanzen zu kümmern?

Durch mein Studium im Bereich Wirtschaftswissenschaften und durch meinen ersten Job in einer Bank schwebte das Thema eine ganze Zeit lang in der Nähe – letztendlich kam ich gar nicht so recht drum herum, mich damit zu beschäftigen.

Doch ich merkte dann auch, dass das Thema an vielen Stellen recht unübersichtlich ist: Welche Versicherungen braucht man wirklich? Wie kann man Geld am besten anlegen? Wie viel Geld soll man pro Monat zurück legen? Zu diesen Fragen findet man keine klaren Guidelines. Oft findet man aber vielfältige, zum Teil widersprüchliche Informationen und Beiträge von Firmen, die vor allem die Absicht haben dass man ihre Produkte kauft.

Daher fällt es auch vielen Menschen schwer, sich mit dem Thema Finanzen auseinanderzusetzen. Hinzu kommen veraltete, aber stets weit verbreitete Glaubenssätze wie „Geld kann man erst anlegen, wenn man reichlich etwas angespart hat“ oder „Geld und Finanzen? Das ist doch was für Männer“.

Aus diesem Grund habe ich meinen Blog Dein Finanz-Magazin ins Leben gerufen. Hier möchte ich Themen rund um Geldanlage und Money-Mindset anschaulich vermitteln und so vor allem Frauen helfen, sich mehr damit zu beschäftigen.

Welches(n) Buch/Blog sollte jeder gelesen haben, der finanziell unabhängig werden möchten?

Ich empfehle immer gern das Buch „Rich Dad – Poor Dad“ von Robert Kiyosaki. Der Autor lernt darin seit seiner Kindheit von zwei Vätern, seinem eigenen (Poor Dad) und dem seines besten Freundes (Rich Dad), die beide verschiedene Denkweisen und einen grundsätzlich anderen Umgang mit dem Thema Geld pflegen.

Es ist ein Buch darüber, wie viel die eigene Einstellung zu Geld ausmacht mit vielen wertvollen Ratschlägen zum Thema persönliche Finanzen.

Wie sieht Ihr Leben aus, wenn Sie finanziell unabhängig sind?

Ich würde auf jeden Fall beruflich kürzer treten, vielleicht in Teilzeit arbeiten oder ein selbstständiges Projekt wagen. Die Zeit, die ich dann mehr zur Verfügung hätte, würde ich mit Menschen verbringen, die mir wichtig sind, also bei der Familie und mit guten Freunden. Ich kann mir auch gut vorstellen, mich dann stärker für soziale Projekte und den Umweltschutz einzusetzen.

Nennen Sie einen positiven Finanz-Glaubenssatz, den Sie leben.

Materielle Dinge allein machen selten glücklich

Dies spielt ein bisschen auf den Minimalismus-Gedanken an: In der heutigen Gesellschaft werden wir praktisch dazu gedrängt, immer mehr und immer neue Produkte haben zu wollen. Von diesem

Zwang muss man sich lösen, denn wenn man die neuen Produkte dann gekauft hat, ist die Freude selten von Dauer, aber man hat eventuell eine Menge Geld ausgegeben.

Auf welchen Luxus würden Sie ungern verzichten?

Reisen ist für mich Luxus. Es ist kein Luxus-Produkt im klassischen Sinne, aber dennoch etwas, worauf man im Leben auch verzichten könnte ohne große Einschnitte zu spüren. Es muss ja auch nicht für jeden die große Süd-Ost-Asien-Reise sein, aber einfach mal ein paar Tage aus dem normalen Leben, ganz gleich wie abwechslungsreich es auch sein mag, rauszukommen und etwas ganz anderes zu erleben- das tut meiner Meinung nach jedem gut.

Sei es eine neue Stadt zu besuchen, ferne Landschaften und Orte zu erkunden oder fremde Kulturen kennen zu lernen. Auch dies mag so manches mal eine Menge Geld kosten, jedoch zahlt man es für Erlebnisse, die den eigenen Horizont erweitern und die einen eventuell sehr prägen.

Was ist Ihr persönlich größtes Erfolgsrezept im Bezug auf Finanzen?

Zuerst einmal Kaufentscheidungen aufschieben. Uns wird heutzutage durch die Medien und zahlreiche Marketing-Kampagnen erzählt, was man alles kaufen kann und auch unbedingt haben muss. Ganz oft lässt man sich, wenn man nicht aufpasst, dazu verleiten etwas zu kaufen, obwohl man es eigentlich nicht braucht.

Schiebt man die Entscheidung auf, mag einen das zuerst ziemlich triggern, aber nach einiger Zeit muss man sich dann noch einmal neu mit der Thematik befassen und hinterfragen, ob man das Produkt wirklich braucht. Es kann auch helfen, sich einmal mit den Käufen aus den letzten Monaten zu befassen und neu zu bewerten, was sich davon wirklich gelohnt hat und was nicht.

Genauso ist es sinnvoll, sich selbst finanzielle Ziele nach Studium zu setzen und dabei Geld für etwas bestimmtes wie zum Beispiel das eigene Haus oder auch finanzielle Freiheit zurückzulegen. Das gesparte Geld kann man dann investieren und damit „für sich arbeiten lassen“. Ich bin ein Fan von Geldanlage in ETFs, gerade für Einsteiger, aber das muss jeder für sich entscheiden und bewerten.

Was möchten Sie den Lesern mit auf den Weg geben?

Sich um die eigenen Finanzen zu kümmern, ist nicht schwer – aber es ist notwendig, denn niemand sonst wird es für einen tun. Allerdings mag dies auch bedeuten, dass man ein paar Dinge anders angehen muss, als zuvor.

Auf meinem Blog gebe ich ein paar Tipps und Hinweise, die zum Beispiel dabei helfen, die Kosten im Alltag zu reduzieren oder die Möglichkeiten aufzeigen, gespartes Geld anzulegen. Aufgrund des Zinseszins-Effekts empfiehlt es sich, möglichst früh damit zu starten.

Wer denkt, dass das Thema „Finanzen“ eher trocken und langweilig ist, solle nie vergessen, dass Geld immer Möglichkeiten eröffnet und einem damit auch mehr Freiheiten gibt.

1 Kommentar zu „Interview mit Hanna – Dein Finanzmagazin“

  1. Jill Christen

    Ein spannendes Interview mit vielen tollen Impulsen! Jetzt hab ich richtig Lust, mir über meine Finanzen wieder mehr Gedanken zu machen!

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