Akademiker Fibel

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Erster Job nach Studium ließ auf sich warten

 

Wir Akademiker dürfen uns nicht beklagen. Laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), lag die Arbeitslosenquote 2019 für Hochschulabsolventen im Westen bei 1,9 Prozent und im Osten bei 2,7 Prozent. Wir schlagen uns nicht schlecht, wenn wir dies mit einer Arbeitslosenquote von 17,4 Prozent bei unqualifizierten Kräften vergleichen. Somit lässt unser erste Job nach Studium nicht lange warten. Sind wir also stolz auf unseren akademischen Titel? Auf jeden Fall! Nützte er mir absolut nichts in meiner damaligen Situation? Natürlich!

 

Als ich mich im Sommer 2019 dazu entschied die erste Arbeitsstelle nach Abschluss zu kündigen, wusste ich, dass mir harte Zeiten bevorstehen. Ich wollte endlich in einen Beruf arbeiten, in dem ich zuvor nur ehrenamtlich arbeitete. Somit besaß ich keine relevante Berufserfahrung in dem Bereich. Ich durchforstete jede mögliche Karriereseite wie Karrierebibel und setzte alle Tipps auch gleich um. Dort hieß es, dass der erste Job nach Studium entscheidend für die Karriere ist. Dies half zu insgesamt null Prozent. Ich erhielt eine Absage nach der anderen, noch bevor ich überhaupt im Vorstellungsgespräch saß. Irgendwann nahm ich sogar Traineestellen in meine Bewerbungen auf, aber auch da erhielt ich nur Absagen. Einmal erfuhr ich sogar, dass auf eine Traineestelle mehrere hunderte Bewerbungen kamen. Mir half der Fachkräftemangel nicht wirklich. Auch der Uni Coach bei mir war nicht brauchbar. Es gab nämlich keinen.

 

Als ich im Jahr 2017 meinen Masterabschluss absolvierte, wusste ich, dass mir harte Zeiten bevorstehen. Der erste Job nach Studium musste was Besonderes werden. Habe ich doch fünf Jahre hart dafür gearbeitet. Doch ich bekam trotz spitzen Notendurchschnitt eine Absage nach der anderen. Daher beschloss ich meinen ersten Monat der Arbeitslosigkeit zu nutzen. Ich besuchte ein Karriere Coaching für Akademiker im Rhein-Main-Gebiet. Mir war zu dem Zeitpunkt nicht klar, ob sich der Preis von ca. 1.000 € rentieren würde. Im Nachhinein war dies eine der besten Investitionen meines Lebens. Ich staunte nicht schlecht, mit wem ich alles in einem Raum saß. Jedes Alter und jede Nationalität war vertreten. Ein Teilnehmer war sogar schon einmal auf Expedition in der Arktis gewesen. Sie fragen sich, wieso gerade er ein Coaching braucht? Aus dem gleichen Grund wie ich, viel Erfahrung, hohe Ansprüche und keine Einladungen zu Vorstellungsgesprächen.

Ich durchlief sieben Tage Gruppentraining und drei Einzeltermine, in denen ich meine individuellen Fragen und Wünsche platzieren konnte. In der dreiteiligen Serie möchte ich meine Lernschwerpunkte mit Ihnen teilen.

Mit der dreiteiligen Serie wird der erste Job nach Studium zum Greifen nah

 

Welche Tipps waren überraschend für Sie? Schreiben Sie diese gerne in die Kommentare!

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