Akademiker Fibel

Durchschnittliche Rente von Akademiker

ist so lustig wie Lotto spielen

Inhaltsverzeichnis

Durchschnittliche Rente von uns Akademikern ist genau so uninteressant wie die Wahrscheinlichkeiten beim Glücksspiel

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Warum beschäftigen wir Akademiker uns nicht mit unserer durchschnittlichen Rente?

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Einer der größten Motivatoren für Lotto ist jedoch die Präferenz der Gegenwart vor der Zukunft. Hier finden wir die zweite große Überschneidung zwischen Lotto spielen und unserer Altersvorsorge. Richard Thaler identifizierte in seiner Studie drei zentrale Gründe, wieso u. A. Akademiker nicht in ihre Altersvorsorge investieren.

Faulheit, obwohl der Mensch möchte, startet er nie seine Altersvorsorge

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Da das Alter noch weit weg ist, ist uns noch gar nicht bewusst, wie sehr es uns schmerzen wird, wenn wir mit 67 (oder 68?) nur noch 30 – 40 Prozent unseres letzten Einkommens zur Verfügung haben. Würden Sie über die Runden kommen, wenn Sie ab morgen nur noch 40 Prozent Ihres letzten Gehaltes haben? Ich könnte wahrscheinlich grade so meine Fixkosten decken. Aber trotzdem verlassen wir uns alleinig auf die deutsche Rentenversicherung, obwohl diese eine Katastrophe für uns Akademiker ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass wir als Akademiker nur noch 30 – 40 Prozent durchschnittliche Rente bekommen ist bekannt. Trotzdem tun wir nichts! Weiterhin bedeutet die Beschäftigung mit der Altersvorsorge auch immer Verzicht.

Menschen möchten ihr Einkommen nicht schmälern

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Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Und auch bei unserer Altersvorsorge hoffen wir noch bis zuletzt, dass diese unseren hohen Lebensstandard auffangen wird. Wir schließen irgendwelche Produkte ab, mit denen wir uns kaum beschäftigen (Mit den Wahrscheinlichen beim Lotto zu verdienen beschäftigt sich bestimmt auch niemand) und lassen diese dann jahrelang liegen. Wir erhalten jedes Jahr eine Renteninformation die völlig unrealistische Zahlungen hergibt (z. B. keine Inflationsbereinigung) und glauben trotzdem felsenfest an unser Märchen.

Hauptsache wir ändern nichts an unserem Verhalten, denn wir lieben die Routine beim Lotto spielen genauso wie bei unserer Altersvorsorge. Lieber habe ich einen bekannten Gegner, als einen Unbekannten Freund. Sollte ich als Akademiker mich dazu entscheiden, meine Altersvorsorge selbst zu regeln, stehe ich vor einem unbekannten Freund. Dies vermeiden die meisten Akademiker jedoch. Wir möchten einfach kein Geld in die Hand nehmen. Thaler schrieb bereits, dass Menschen ihr Einkommen nicht schmälern möchten. Damit wir Akademiker unsere durchschnittliche Rente erhöhen, kommen wir um eine private Sparroutine für den Rest unseres Lebens nicht rum.

Da der Renteneintritt noch sehr weit weg ist, priorisieren Menschen jetzigen Konsum vor Alterskonsum

Ein weiterer Motivator außer die Routine und die Angst vor dem Unbekannten. Beim Lotto spielen unsere Eltern und Großeltern immer die gleichen Zahlen. Diese sind meist Kombinationen aus den Geburtstagen der Liebsten. Oft werden diese Zahlen jahrelang gespielt. Stellen Sie sich nun vor Ihre Eltern lassen eine Mittwoch Ziehung ausfallen und ihre Zahlen werden gespielt? Eine Katastrophe sag ich Ihnen. Viele Akademiker gehen denselben Weg und denken es wird nur noch schlimmer, wenn sie den sicheren bekannten Weg verlassen. Wenn wir jedoch etwas ändern möchten (und dies ist bei der Altersvorsorge ein MUSS), müssen wir altbekannte Wege verlassen. Unser Studium zerstört sogar mittlerweile unsere Rente.

Dies kann auch heißen einen Vertrag zu kündigen, in den man jahrelang eingezahlt hat. Warum tun dies viele Akademiker nicht? Der nächste Motivator, der viele Akademiker davon abhält sich ernsthaft mit der Altersvorsorge auseinander zu setzen, nennt sich „Sunk Costs“. Teilweise kommen wir auf die Welt und kriegen Verträge von unseren Eltern vererbt. Diese hielten solche Verträge zu der Zeit für die beste Investition für Ihre Zukunft. Weiterhin schließen wir auch manches ab, haben noch Einzahlungen bei der Deutschen Rentenversicherungen und eventuell sogar noch betriebliche Altersvorsorge. Zusammenfassend würde kaum ein Akademiker bei 0 anfangen, wenn er sich mit seiner Altersvorsorge auseinandersetzt.

Da sich jedoch die Finanzmärkte über die Jahre immer wieder ändern, ändern sich auch die Anforderungen an unsere Altersvorsorge. Da wir aber schon Zeit und Kapital in manche Produkte gesteckt haben, wollen wir dies nicht aufgeben. Und obwohl ein Neustart und eine Umstrukturierung in den 30er Jahren rentabler für unsere Altersvorsorge wäre, unternehmen wir doch nichts, da wir ja schon zu viel investiert haben. Da wir die Investitionen meist nicht so einfach zurückholen können, liegt hier der klassische „Sunk Cost“ Denkfehler vieler Akademiker vor.

Beim Lotto spielen ist es genau so. Wurden die Lieblingszahlen jahrelang gespielt, will die vergangene Investition nicht umsonst gewesen sein. Daher wird einfach immer weiter gespielt. Die Angst vor Verlust spielt hier auch eine große Rolle. Schließen wir neue Produkte ab, haben wir immer Angst, das eingezahlte Geld zu verlieren. Deswegen lassen wir es auf dem Tagesgeldkonto vergammeln aus Angst was zu verlieren. Dass wir durch Inflation automatisch aber unsichtbar was verlieren, verdrängen wir gerne.

Wie der Herdentrieb die durchschnittliche Rente von uns Akademikern zerstört

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Der letzte Motivator, den ich Ihnen gerne vorstellen möchte, ist der Herdentrieb. Arbeiten Sie in Deutschland, bewegen Sie sich in einem sehr sicherheitsorientierten Raum. Hier gilt der Herdentrieb. Das bedeutet, was einer tut, tun alle. Spielen Eltern Lotto spielt man selber, trinken Eltern ein Glas Wein zu Abend, trinkt man selbst. Rauchen Freunde, raucht man mit. Der Herdentrieb ist das was Lottospielen und die Altersvorsorge für Akademiker am meisten vereint. Unsere Eltern brauchten meist nie was für die Altersvorsorge tun, da diese gut verzinste Sparbücher hatten. Durch die fehlenden Vorbilder tun wir meist auch nie was für die Altersvorsorge, obwohl unsere Sparbücher ein Renditefresser für unsere Anlagen sind.

Da wir aber nie ein passendes Finanzmindset, passend zu den aktuellen Gegebenheiten mit bekommen (von wem auch?), bleiben wir starr und warten ab. Studium finanzieren war ja schon schwer genug. Das Beispiel mit dem fehlenden Finanzmindset kann ich Ihnen am besten mit einer Studie erklären. Für diese wurden Neumillionäre über die Jahre beobachtet. Die Ergebnisse waren sehr aufschlussreich. Viele Neumillionäre waren nach Jahren wieder komplett pleite. Hier war es auch egal, wie viel Millionen sie hatten. Durch das fehlende Finanzmindset haben sie die gleichen Fehler, die ich hier schon vorgestellt habe, gemacht.

Nur kurzfristig gedacht, den kurzfristigen Konsum vor der langfristigen Altersvorsorge gestellt und viel Geld ausgegeben. Beim Lotto spielen ist es daher genauso wichtig wie bei Ihrer Altersvorsorge. Passt Ihr Finanzmindset nicht können Sie so viele Produkte wie möglich haben. Sie bleiben trotzdem arm im Alter. Lesen Sie folgenden Beitrag, um zu erfahren, wieso das Studium unser Finanzmindset negativ entwickelt.

Wollen Sie also immer noch Lotto mit Ihrer Altersvorsorge spielen? Holen Sie sich endlich den Ball zurück und kümmern Sie sich. Erfahren Sie ferner in einem weiteren Artikel, wieso Ihr Studium Rente tötet. Welche Finanzentscheidung bereuen Sie? Lassen Sie gerne einen Kommentar da.

Quellen

https://lotto.web.de/ratgeber/lotto-6-aus-49/gewinnwahrscheinlichkeit/ (aufgerufen am 08.08.2021 um 18:27)

https://www.unwetter.de/pages/wie_hoch_ist_die_wahrscheinlichkeit_vom_blitz_getroffen_zu_werden.php (aufgerufen am 08.08.2021 um 18:27)

https://timschaefermedia.com/warum-neureiche-arm-werden/ (aufgerufen am 08.08.2021 um 18:27)

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